Rocky Musical Premiere-Hamburg!

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Beitrag  Sylvester Stallone am Sa Nov 10, 2012 11:25 pm

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Zuletzt von Sylvester Stallone am Sa Nov 10, 2012 11:29 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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"Rocky" macht sich warm - Bühne zum Musical fast fertig

Beitrag  Sylvester Stallone am Sa Nov 10, 2012 11:27 pm

"Rocky" macht sich warm - Bühne zum Musical fast fertig

Für die 30 Tonnen schwere Bühnenkulisse zu "Rocky" musste im Operettenhaus vieles umgebaut werden. So wurden auch die Träger verstärkt.



Am 18. November feiert das neue Musical mit dem Untertitel "Fight From The Heart" seine Weltpremiere. Dann wird der US-Amerikaner Drew Sarich in der Rolle des Kultboxers die Fäuste schwingen. An seiner Seite spielt die 31-jährige Niederländerin Wietske van Tongeren Rockys große Liebe Adrian. Das Stück basiert auf dem oscarprämierten Film von 1976 mit Sylvester Stallone in der Hauptrolle. Passend dazu gehört der mittlerweile 66-Jährige neben den beiden Klitschko-Brüdern und dem Veranstalter Stage Entertainment zu den Produzenten.

Das Musical soll zwar keine Kopie des erfolgreichen Filmklassikers werden, dennoch setzen die Bühnenarbeiter auf wesentliche Details. Unter der Decke hängen in drei Reihen 17 rote Rinderhälften aus Kunststoff, die an Rockys Trainingseinheiten vor seinem wichtigen Kampf erinnern sollen. Wichtig sei es, das Gefühl der Hilflosigkeit und Armut aus dem Film zu übermitteln, sagte Clemens Weissenburger, einer der technischen Leiter. Dieses Gefühl vermitteln vor allem die weiteren Bühnenelemente: Die dunklen, trostlosen Farben und abgenutzten Einrichtungsgegenstände lassen in den Apartments von Rocky, Adrian und Paulie keine heitere Stimmung aufkommen.

Für die Bühnenkulisse zu "Rocky" musste im Operettenhaus vieles umgebaut werden. Für die insgesamt 30 Tonnen schwere Kulisse mussten Träger verstärkt werden, erinnert sich mit Martin Siebler ein weiterer technischer Leiter an zurückliegende Umbaumaßnahmen. Das Theater sei für solche Lasten nicht gedacht. Alleine der Boxring wiege drei Tonnen. Um ihn dreht sich die letzte Szene in dem Musical. Mehr als 70 Zuschauer werden um den Ring herum Platz nehmen und auf die Weise bei Rockys finalem Kampf hautnah dabei sein. "Der Zuschauer wird zum Darsteller", verrät Siebler einen Teil aus dem Stück.

Damit der Zeitplan eingehalten werden kann, arbeiten die Bühnentechniker seit Ende August rund um die Uhr im Schichtdienst. Bis Montag (8. Oktober) müssen sie mit allem fertig sein, gibt Siebler die Marschroute vor. Dann kommen die Darsteller ins Operettenhaus, um erstmals in der neu geschaffenen Kulisse zu proben.

http://www.abendblatt.de/kultur-live/buehne/article109634513/Rocky-macht-sich-warm-Buehne-zum-Musical-fast-fertig.html
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Re: Rocky Musical Premiere-Hamburg!

Beitrag  Sylvester Stallone am Fr Nov 16, 2012 3:58 am

Stallone von Erfolg überzeugt




Hamburg. Schauspieler Sylvester Stallone hat keinen Zweifel am Erfolg des in Hamburg startenden Musicals "Rocky". "Das wird fantastisch", sagte das Rocky-Original am Freitag in der Hansestadt. An diesem Sonntag soll "Rocky – Fight From The Heart" im Hamburger Operettenhaus Weltpremiere feiern. Das Kunstblut steht schon bereit, die nachgebildeten Rinderhälften für die Trainingsszene im Schlachthof sind präpariert und 36 Darsteller warten auf ihren Einsatz.

Rocky, der berühmteste Boxer der Filmgeschichte, steigt wieder in den Ring. Seit knapp einem Jahr rührt der Konzern Stage Entertainment mit seinen prominenten Co-Produzenten – Ur-Rocky Sylvester Stallone sowie die Box-Brüder Wladimir und Vitali Klitschko - die Werbetrommel für die neue Show.

Die musikalische Inszenierung biete den Vorteil, die innere Stimme der Protagonisten hören zu können, erklärte Hollywood-Star Stallone, der die Figur des Rocky Balboa für den ersten Film aus dem Jahre 1976 selbst kreierte und mit dem Überraschungserfolg drei Oscars holte. Er hatte kürzlich mit der Musical-Crew beim Kampf Wladimir Klitschkos gegen Mariusz Wach für eine gewaltige Rocky-Werbeshow vor Millionen TV-Zuschauern gesorgt. Auch bei der Premiere soll der 66-Jährige als Stargast über den roten Teppich gehen. Zuvor aber lud Stage Entertainment noch einmal für Freitag zur Pressekonferenz mit dem Schauspieler und dem Regisseur Alex Timbers.

Schwergewichtsboxer Joe Frazier haute Stallone bei Filmvorbereitungen zu "Rocky" um

Dabei verriet Hollywoodstar Stallone, dass er auch in der Realität schon mal von einem Schwergewichtsboxer umgehauen worden ist. "Auf Rocky III wollte ich mich mit einem richtigen Kämpfer vorbereiten, ich wollte Joe Frazier", sagte Stallone. "Bumm! Nach sechs Sekunden im Ring hatte ich eine Wunde, die mit vier Stichen genäht werden musste", erinnerte sich der heute 66-Jährige an die 80er Jahre. Der Schauspieler fragte Frazier, warum er das getan habe. Die Antwort des Ex-Schwergewichtsweltmeisters: "Ich habe im Ring nur Rocky gesehen."

Die Erwartungen an das Musical, für das ein Budget von 15 Millionen Dollar (etwa 11,7 Millionen Euro) zur Verfügung stand, sind groß. Es sei schließlich das erste Mal, dass ein großer, internationaler Musicalstoff von Deutschland aus in die Welt gehe, betont der Marktführer, "noch vor dem New Yorker Broadway oder dem Londoner West End". Stallone stört das nicht. "Die Geschichte passt nach Hamburg. Hamburg ist eine "Rocky"-Stadt", sagte er schon bei der ersten Vorstellung des Projekts. Und Deutschlands Musical-Metropole darf sich die Hansestadt ohnehin nennen. Stage Entertainment zeigt hier noch "Tarzan" sowie "Der König der Löwen" und errichtet ein weiteres Haus. Ein fünftes Musical-Theater plant die Firma "Mehr! Entertainment".

"Ich wollte immer ein Musical machen, aber ich habe nicht gedacht, dass es nochmal klappen würde", hatte Stallone erklärt. Für Regisseur Timbers ist die Rocky-Geschichte aus zwei Gründen wie gemacht für ein Musical: Es biete eine "innige Liebesgeschichte" und das "heldenhafte Spektakel des Boxkampfes". Das Stück basiert auf dem ersten der insgesamt sechs Boxer-Dramen. Darin verliebt sich Underdog Rocky in die schüchterne Adrian und tritt zum Kampf gegen Apollo Creed an. Musikalisch gibt es auch einen Ausflug zu "Rocky III", dessen Titelsong "Eye Of The Tiger" der Band Survivor zum Hit wurde.

Der Kultfilm als Musical, Rocky und Apollo singend und tanzend? "Man hat schon gemerkt, dass am Anfang eine gewisse Skepsis da war", berichtet Britta Englisch, Sprecherin bei Stage Entertainment. "Doch damit hatten wir auch gerechnet, weil man sich eben noch nicht viel darunter vorstellen konnte." Je mehr aus dem neuen Stück aber zu hören und zu sehen gewesen sei, desto größer sei die Nachfrage nach Tickets gewesen. Jetzt gebe es für die Vorstellungen bis Ende des Jahres nur noch Restkarten.

50 Stunden trainierte Rocky-Darsteller Drew Sarich allein mit seinem Personal Trainer, um für die Rolle in Form zu kommen. 60 Minuten dauert es in der Maske, bis er sich in den Boxer verwandelt hat. Wie es ihm gelingt, das Herz von Adrian (Wietske van Tongeren) zu erobern, wollen sich am Sonntag Premierengäste wie TV-Moderator Jörg Pilawa, Rockmusiker Udo Lindenberg und Filmregisseur Sönke Wortmann anschauen.

http://www.abendblatt.de/hamburg/article111191571/Premiere-fuer-Rocky-Stallone-von-Erfolg-ueberzeugt.html
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Re: Rocky Musical Premiere-Hamburg!

Beitrag  Sylvester Stallone am Sa Nov 17, 2012 2:13 am

Pressekonferenz Rocky Musical 16.11.12

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Re: Rocky Musical Premiere-Hamburg!

Beitrag  Sylvester Stallone am Sa Nov 17, 2012 2:20 am

Sylvester Stallone erfüllt sich einen Traum

Ring frei für "Rocky": Kurz vor der Premiere hat Sylvester Stallone das Musical in Hamburg der Presse vorgestellt. Für den Hollywoodstar wird ein lang gehegter Wunsch wahr.




Für den Hollywoodstar wird ein lang gehegter Traum wahr. O-Ton: Sylvester Stallone, spielte „Rocky“ im Film „Now it's really gonna happen...// Jetzt ist es endlich so weit. Es hätte schon vor Jahren geschehen können, aber dann wäre es nicht so gut geworden. Mit jungen Talenten und einem Konzept, dass Sie überwältigen wird.“ Die Bühnenfassung bleibt nah an der Filmhandlung – Boxkämpfe inbegriffen. Dafür, dass die echt wirken, haben auch die Boxprofis Vitali und Wladimir Klitschko gesorgt, als Co-Produzenten der Show. Gesungen wird auf Deutsch, obwohl „Rocky“- Darsteller Drew Sarich Amerikaner ist. Ihm traut Sylvester Stallone die Rolle zu: O-Ton: Sylvester Stallone, Co-Produzent des Musicals “He's a lot better than I imagined // Er ist viel besser, als ich mir das vorgestellt hatte. Er ist zu groß, er sieht gut aus, er singt zu gut. Er ist ein besserer Schauspieler als ich, aber ansonsten mag ich ihn.” Rocky, ein moderner Mythos. Mehr als 15 Millionen Dollar hat die Produktion der Hamburger Musical-Schmiede Stage Entertainment gekostet. Rund 15 Mal soviel wie der Film, der Sylvester Stallone berühmt gemacht hat

http://www.stern.de/kultur/musik/rocky-als-musical-sylvester-stallone-erfuellt-sich-einen-traum-1927772.html
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Re: Rocky Musical Premiere-Hamburg!

Beitrag  Sylvester Stallone am Mo Nov 19, 2012 4:46 am

Fotos Weltpremiere Hamburg 18.11.12





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Re: Rocky Musical Premiere-Hamburg!

Beitrag  Sylvester Stallone am Mo Nov 19, 2012 4:47 am

Fotos Weltpremiere Hamburg 18.11.12





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Re: Rocky Musical Premiere-Hamburg!

Beitrag  Sylvester Stallone am Mo Nov 19, 2012 4:49 am




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Re: Rocky Musical Premiere-Hamburg!

Beitrag  Sylvester Stallone am Mo Nov 19, 2012 4:52 am




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Re: Rocky Musical Premiere-Hamburg!

Beitrag  Sylvester Stallone am Mo Nov 19, 2012 4:55 am

Große Gefühle, großes Theater: Die "Rocky"-Weltpremiere

Das Musical "Rocky" ist Liebesgeschichte, Sozialdrama und Boxkampf in einem. Die gewagte Mischung überzeugte bei der Premiere.



"Rocky", das ist ganz große Show. Hier auf der Bühne des Operettenhauses, wo am Wochenende die Weltpremiere des Musicals "Rocky – Fight from the Heart" nach dem Boxer-Film stattfand, werden Emotionen und Träume wahr. Denn Choreografen und Musiker, Sänger, Tänzer, Bühnenbildner, Techniker und Designer tun alles, um aus Sylvester Stallones Oscar-prämiertem Film ein wahres Feuerwerk an musikalischen, tänzerischen und optisch verblüffenden Nummern abzufeuern, die den Kämpfer mit Herz lebendig und zu jedermanns Liebling werden lassen. Wenn die Liebesgeschichte, das Sozialdrama und der Kampf um den Sieg über all das Bittere im Leben erzählt sind, finden sich die Zuschauer in der ganz großen Las-Vegas-Show wieder, die schillernd bunt und hemmungslos mitreißend zu Begeisterungsstürmen hinreißt. Jedenfalls war’s zur Medienpremiere am Sonnabend so.
It’s showtime! Mit Glitzerkostümen und Nummerngirls, überlebensgroßen Fernsehbildern, zwei Kommentatoren, die über allem thronen und an Statler und Waldorf aus der Muppetshow erinnern, Leuchtreklame, dem Boxring mitten im Publikum und Schmackesmusik wurde der Zuschauerraum am Ende zur großen Bühne. Hier wurde nicht gekleckert, es wurde geklotzt. Gut so, denn entscheidend ist nicht, "was hinten rauskommt", wie Helmut Kohl einst sagte. Entscheidend ist, wie man nach so einem Abend nach Hause geht. In diesem Fall heißt das beschwingt, schließlich lassen große Unterhaltung, wunderbare Darsteller, beeindruckende Bilder, tolle Choreografien wenig Platz für schlechte Laune. Ein kleines Manko gibt es doch: Am wenigsten überzeugen die Lieder, Balladen, modernen Walzer und Ensemblenummern, von denen keines wirklichen Ohrwurm-Charakter hat oder sich einschmeicheln konnte. Gelegentlich scheint die deutsche Sprache auch schwer im Mund zu liegen bei diesen Stücken von Stephen Flaherty, dem vielfach preisgekrönten Broadway-Komponisten. Rocky, der singt "ich versuch nur stand-zu-halten" klingt ein bisschen verhakt und gar nicht sexy. "I try to stand", wie im Original, wäre da wesentlich schöner. Ob’s an den Songtexten von Lynn Ahrens lag oder an der deutschen Übersetzung von Wolfgang Adenberg lässt sich schwer sagen. An die Titelmelodie des "Rocky"-Films "Eye Of The Tiger" (in Englisch gesungen), bei der im Operettenhaus im zweiten Akt die Post abging, reichte kein Lied heran.

"Sie müssen mit einem Erdbeben beginnen und es langsam steigern", hat der Filmmogul Samuel Goldwyn einst einem Regisseur geraten. Hier ist es fast umgekehrt. Die Geschichte beginnt zwar mit spektakulären, schnellen Szenenwechseln, bei denen die Kulissen wie wild von rechts, links und oben hereinfahren, mal einen Umkleideraum mit knackigen Kerlen in knallengen Höschen zeigen und zack, sofort danach einen Keller. Doch dann lässt man sich Zeit beim Erzählen. Rocky singt in seiner ärmlichen Wohnung davon, dass der Rest seines Körpers aufs Abstellgleis müsse, "doch die Nase hält noch". Und schon geht’s zur Tierhandlung, in der Adrians Chefin Gloria einen schmissigen Song singt. Alex Avenell macht das toll, doch vom Musikstück hätte man sich gewünscht, dass es mehr funkigen Phillysound rübergebracht hätte, ganz so, wie es 1976 klang.

Der Fokus des Abends liegt auf der Liebesgeschichte zwischen Rocky und Adrian. Beide sind Außenseiter, sie ein Mauerblümchen, er ein Loser. Sie finden nur langsam zueinander, geben sich dann aber gegenseitig Halt. Ja, wie ein Märchen klingt das, und es macht den großen Charme der "Rocky"-Story aus, dass man ebenso die Aschenputtel-Geschichte in ihr wiederfindet wie den biblischen Kampf David gegen Goliath oder die Idee vom amerikanischen Traum, dass jeder eine Chance im Leben bekommt und sie nutzen sollte.

+++ Wie alles begann, Fotos, Videos zu dem Musical - finden Sie hier +++

Als der damals noch unbekannte Sylvester Stallone 1976 mit seinem "Rocky"-Film über den Underdog Rocky Balboa aus Philadelphia ein Millionenpublikum fand und mehrere Oscars abräumte, war seine eigene Geschichte fast ebenso rührend wie die seines Filmhelden. Stallone wurde mit der Story weltberühmt. Als sich vor sieben Jahren die Stage Entertainment an ihn wandte und ein Musical aus dem Stoff machen wollte, war Stallone sofort dabei. Heute präsentiert er das Musical ebenso wie die Klitschko-Brüder. Immer schon, sagt Stallone, habe er an Musik gedacht, wenn er die Szenen des Films vor sich sah. Thomas Meehan, der für die Musicals "Annie", "The Producers" und "Hairspray" drei Tony Awards (die Oscars der Musicals) erhielt und Dutzende andere Musicals und Drehbücher verfasste, wurde als Autor gewonnen (deutsche Übersetzung: Ruth Deny). Die Geschichte entwickelt sich sehr nahe an "Rocky". Erzählt wird, wie der Nobody, dem man selbst im Boxstall keinen eigenen Spind mehr gibt, zum Gegner des Boxweltmeisters wird. Parallel dazu läuft die zarte Liebesgeschichte mit der schüchternen Adrian, der Schwester seines Kumpels Paulie, ab.

Philadelphia, das war 1976 eine völlig heruntergekommene Stadt ohne Hoffnung für viele dort Lebende. Nicht viel anders geht es heute noch vielen Menschen. Als Hintergrund für ein Musical taugt dieses Setting ebenso wie die West Side Story. Keine schlechte Idee also, die sozialen Konflikte, die zunächst unerfüllte Liebe und den amerikanischen Traum vom möglichen Aufstieg als Musical aufzuführen.

Drew Sarich, ein Amerikaner mit viel Musical-Erfahrung aus Wien, spielt Rocky. Verblüffend ähnelt er dem jungen Stallone. Ebenso wie Wietske van Tongeren mit Schwarzhaarperücke und Brille wie eine Doppelgängerin von Talia Shire aus dem "Rocky"-Film aussieht. Doch anders als die Filmschauspieler können diese zwei wirklich singen. Den ersten Gänsehauteffekt der Aufführung erlebt man, wenn van Tongeren in der Zoohandlung, in der sie arbeitet, "Wenn es weiter regnet" mit ihrer wunderbar klaren Stimme singt. Man hat ja zuletzt sehr viele Schauspieler kennengelernt, die bei Liederabenden mit prächtigen Stimmen überzeugen konnten. Dass nun aber Musical-Darsteller, die ja zunächst tanzen und singen, nun auch noch tolle Schauspieler sein können, beweisen Sarich und van Tongeren.

Sarich ist der liebevolle, zarte Rocky, den Stallone im Film auch zeigen konnte. Es heißt, vor Probenbeginn sei Sarich noch ein wenig pummelig gewesen. Jetzt nicht mehr. Wenn er nun rennen, turnen, singen, tanzen, boxen muss, braucht er eine bombige Kondition. Zunächst einmal trinkt er vor seinem Training drei rohe Eier – was ihm Applaus einbringt. Und dann sieht man ihn im Trainingsanzug mit Kapuze durch die Stadt joggen. Papierdünne Stoffleinwände hängen dafür von der Decke. Auf sie werden Filme seiner laufenden Beine projiziert, während fünf, sieben, neun identisch aussehende Kapuzensportler auf der Bühne rennen.

Schöne Bilder wie diese hat der broadwayerfahrene junge Regisseur Alex Timbers gleich reihenweise gefunden. Der Besuch von Rocky und Adrian auf der Eisbahn beispielsweise zeigt die Schlittschuh laufende Geliebte vor einer Schneeflockenlandschaft und erleuchteten Bäumen "Du hast’s im Kopf, ich hab’s im Body, ’ne bessere Kombi gab’s wohl noch nie", singen beide und Rocky kommentiert "echt mieser Reim". Eindrucksvoll, wie in Paulies Kühlhaus, in dem Rocky das Boxen übt, die Rinderhälften herabhängen. Oder wie Boxweltmeister Apollo Creed im lila-orange Ambiente von Büro und Outfit seine Leute um sich versammelt. Terence Archie, der Apollo spielt, verfügt übrigens nicht nur über gewaltige Muskelpakete, wie sie zu einem echten Profiboxer gehören, er hat auch eine tolle Stimme. Vor fünf Monaten konnte er noch kein Deutsch, heißt es. Er hat mächtig trainiert, wohl fast so viel wie seine Muskeln. Dass er am Ende, wenn er in den Zuschauerraum als Gegner von Rocky einläuft, ein kleines "Buh" erntet, ist ausschließlich seiner Rolle geschuldet. Denn im Kampf "Gut gegen Böse" muss er hier den Buhmann spielen, auch wenn Apollo alles andere als "böse" ist. Archie jedenfalls hat’s drauf.

Knapp 150 Menschen haben an der "Rocky"-Produktion mitgearbeitet. Sie hat bereits so viel gekostet, dass das Stück nun 13 Monate lang vor ausverkauftem Haus spielen muss, um seine Kosten wieder einzuspielen. Für die Schauspieler in den tragenden Rollen, die unheimlich viel körperlichen Einsatz zeigen müssen, die singen, tanzen, spielen und vieles mehr an sieben Tagen in der Woche machen müssen, bedeutet das Schwerstarbeit. Ein Jahr lang sind sie zunächst verpflichtet. Kann man sich das vorstellen? Zwölf Monate auf der Bühne im Höchstmodus? Viel Glück ist da nötig. Aber das könnte klappen. Bei dieser Inszenierung, die so viel gute Laune macht.

http://www.abendblatt.de/kultur-live/article111262505/Grosse-Gefuehle-grosses-Theater-Die-Rocky-Weltpremiere.html
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Re: Rocky Musical Premiere-Hamburg!

Beitrag  Sylvester Stallone am Mo Nov 19, 2012 5:03 am

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Re: Rocky Musical Premiere-Hamburg!

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